Unsere Einrichtung  

Geschichte

Das Wahrzeichen der Stadt Eichstätt, die Willibaldsburg. Stolz thront sie mit ihren zwei Türmen von einer langen grünen dicht bewachsenen Hügelkette
Die Willibaldsburg

Ein Blick zurück in die Geschichte des Caritas-Kinderdorfes Marienstein zeigt: Schon früher gab es großes privates bürgerliches Engagement für Kinder in schwierigen Lebenssituationen. Auch die Bereitschaft, neue Wege zu gehen und aktuelle Erkenntnisse in der Kinder- und Jugendhilfe einzubeziehen, hat Tradition.

1881 nimmt der Pfarrer und Armenpfleger Johann Michael Schmidt aus Möhren bei Treuchtlingen drei Mädchen bei sich auf. Er greift damit ein Problem seiner Zeit auf: die Sorge für elternlose gefährdete Kinder. Er kauft ein charakteristisches Haus mit einem sechseckigen Turm. Dort bringt er drei Kinder unter. Diese werden nach einiger Zeit von einer Person auch über Nacht betreut.  Dieses Gebäude wird Schutzengelturm genannt. Es ist der Ursprung des heutigen Kinderdorfes. Mithilfe engagierter Bürger aus Möhren und des gräflichen Hauses Pappenheim wird das einfache Haus hergerichtet und bewohnbar gemacht.

1884 wird der St. Johannes-Zweigverein Möhren gegründet: eine seinerzeit übliche Rechtsform für einen Wohltätigkeitsverein mit öffentlichem Charakter. Dieser baut den Schutzengelturm zum Schutzengelhaus aus.

1889 wird das Schutzengelhaus fertiggestellt. Dazu kommen

1900 der Bau eines Schulgebäudes, eines Kindergartens und einer Nähschule. Der Orden Maria Stern aus Augsburg übernimmt die Leitung und die Betreuung der Kinder. Das Schutzengelhaus entwickelt sich zu einer heilpädagogischen Einrichtung mit einer fünfklassigen Schule.
 
1974 wird der Grundstein für das heutige Caritas-Kinderdorf Marienstein gelegt. Grund war die räumliche Enge in der bisherigen Umgebung. Der Caritasverband für die Diözese Eichstätt übernimmt die Rechtsnachfolge des Schutzengelhauses Möhren e.V.

1976 wird das Caritas-Kinderdorf Marienstein eingeweiht. Es hat zu dieser Zeit

  • zehn heilpädagogische Wohngruppen,
  • eine heilpädagogische Tagesstätte,
  • ein eigenes Therapiezentrum,
  • einen Kindergarten und
  • die eigene Grund- und Hauptschule zur Erziehungshilfe für die Klassen 1-9.

In den folgenden Jahren wird das Betreuungsangebot immer weiter ausdifferenziert.

1983 gibt es eine erste Außenwohngruppe in Ingolstadt für Jugendliche

1987 eine Außenwohngruppe für kleinere Kinder in Pfünz sowie

1989 und 1999 zwei weitere Außenwohngruppen für Jugendliche in Ingolstadt. Ferner besteht eine Wohngruppe für Jugendliche in Ingolstadt. Dazu kommt im Laufe der Jahre die Angebotsform „Betreutes Wohnen“ - als Weiterführung der Arbeit in den Außenwohngruppen.

2006 wird eine zweite Tagesstätte in den Räumen des ehemaligen Integrationskindergartens eröffnet. Der Kindergarten wird geschlossen. Grund ist eine geringere Förderung nach dem neuen Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) sowie zu wenige Anmeldungen.

2013 wird die erste intesivpädagogische Wohngruppe eröffnet. Eine Antwort auf pädagogische Herausforderungen.